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Sichere Windwurfaufarbeitung für Forstarbeiter: Tipps zur richtigen Aufarbeitung von Sturmschäden

Wenn heftige Stürme im Wald Holz geworfen haben, stellt das ein enormes Risiko dar. Sturmhölzer stehen oft unter Spannung, Wurzelteller können umkippen und Windwurfflächen sind schwer zugänglich. Die Windwurfaufarbeitung ist deshalb eine der gefährlichsten Arbeiten im Forst und stellt besonders hohe Anforderungen an die Sicherheit, die Erfahrung und die Arbeitsweise aller Beteiligten.
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#1 Sichere Windwurfaufarbeitung für Forstarbeiter: Erfahrung und Vorbereitung für ein optimales Team

Allgemein gilt: Sicherheit vor Holzverlust. Um schwere und oft tödliche Unfälle zu vermeiden, ist die richtige Vorbereitung und Durchführung unerlässlich. Sturmholz sollte nie alleine und immer von Profis beseitigt werden. Alle Arbeiter müssen qualifiziert sein, die richtige Ausbildung und genug Erfahrung mitbringen. Auch das Einhalten von Arbeits- und Pausenzeiten ist wichtig. Nur so können die Gefahren richtig eingeschätzt und die Arbeiten sicher durchgeführt werden.
Auch für Profis ist vor Beginn der Arbeit eine Absprache und praktische Einweisung nötig. Die richtige und sorgfältige Planung und Organisation erleichtern nicht nur die Arbeit, sondern sorgen auch für die benötigte Sicherheit. Bei der Gefährdungsbeurteilung geht ihr nach dem TOP-Prinzip vor und ergreift technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen.
Achtet während der Arbeit auf gute Absprachen im Team und setzt dafür ein Kommunikations- und Notrufsystem sowie Sprechfunk ein.

#2 Sichere Windwurfaufarbeitung für Forstarbeiter: Maschinen verringern das Unfallrisiko

Großmaschinen wie Bagger, Harvester und Greifzangenschlepper verringern grundsätzlich das Unfallrisiko. Hochmechanisierte Holzerntetechnik solltet ihr also vorziehen, um aktiv Unfälle zu verhindern. Bagger zum Beispiel eignen sich für Sicherungsarbeiten, und um Stamm und Wurzelteller abzutrennen. Unverzichtbar sind Forstseilwinden, noch besser ein Forstspezialschlepper.

Aber auch die Maschinen haben ihre Grenzen. Dann muss mit der Motorsäge motormanuell gearbeitet werden. Wo immer es möglich ist, solltet ihr aber auch hier Maschinen zur unterstützenden Sicherung einsetzen. Rund um die Arbeitsstelle müssen Waldwege ordentlich abgesperrt und Rettungswege frei bleiben.
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#3 Sichere Windwurfaufarbeitung für Forstarbeiter: Vorsicht und Fingerspitzengefühl bei der Arbeit

Wenn es dann an die eigentliche Arbeit geht, ist das richtige Vorgehen zu beachten. Umgestürzte Bäume stehen oft unter Spannung und bergen daher besondere Gefahren. Stellt vor dem Sägen sicher, dass keine Person hinter dem Wurzelteller steht. Abgebrochene oder kaputte Bäume müssen gefällt werden. Passt dabei auf, dass keiner unter losen Ästen oder Wipfelteilen steht.

Hängengebliebene Kronenstücke können vor dem Fällen heruntergerissen werden, zum Beispiel mit einer Seilwinde. Grundsätzlich sägt man bei Hölzern unter Spannung immer zuerst in die Druckseite und schneidet dann mit Fingerspitzengefühl in die Zugseite. Wichtig ist, dass ihr bei seitlicher Spannung immer auf der Druckseite steht.

Weitere Informationen zur sicheren Windwurfaufarbeitung gibt es bei den zuständigen Forstbehörden. Hier findet ihr eine Übersicht der Stellen in Baden-Württemberg. Viele Forstbehörden bieten euch auch Broschüren mit detaillierten Anleitungen und Beispielgrafiken für verschiedenste Situationen und Techniken.
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